Band Gitarrenspieler

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„Spiel mir doch bitte was auf der Geige vor!“…waren die Worte meiner jetzigen Frau, die damals unbedingt mal was hören wollte. Und was soll ich sagen, sie hat mich trotzdem geheiratet. Ich habe ihr zu Jahrestagen oder im Rahmen eines Adventskalenders Songs vorgespielt, aber das gute Stück im Anschluss schnell wieder beiseite gepackt…

…und apropos das gute Stück…zu meiner ersten heiligen Kommunion bekam ich von meinem Opa tausend Euro geschenkt, das einzige Mal in meinem Leben, einen „Riesen“ in der Hand zu haben, um ihn dann aber direkt kommentarlos an meine Eltern weiterzureichen, die das Geld „gut in eine Geige“ investierten. Meine Violine war zu dem Zeitpunkt geschätzte hundert, somit also nun ca. 140 Jahre alt, was man ihr zwar ansieht, aber der Klang ist echt gut. Einen neuen Carbon- Bogen habe ich mir inzwischen dazu gegönnt, allerdings ist das Original immer noch im Koffer mit dabei – auch der Koffer wurde vor einigen Jahren ersetzt, weil ich den Schließmechanismen nicht mehr trauen wollte. Aber Ihr seht, ich habe sie dann doch so liebgewonnen, dass ich mir Sorgen um sie mache – der Weg dahin war allerdings noch ein etwas komplizierterer:

Nach einigen Jahren „stillen Vorspielens“ für meine Freundin/ Frau und den Geburten unserer Kinder fand ich die Idee großartig, Gitarre zu lernen – irgendwo war da noch Zeit im Kalender und ich dachte, so schwer kann es ja nicht sein, wenn man Geige gelernt hat. Also kaufte ich mir bei einem bekannten Internetversand für 40 (!) € eine Gitarre, ein Stimmgerät und ein Buch, wie man Gitarre lernt. Die Gitarre stellte sich relativ schnell als Katastrohe heraus, weil sie einfach unspielbar ist, aber um Akkorde zu schrummeln wollte ich auch erstmal nicht mehr Geld ausgeben.

Nachdem ich also ein paar Akkorde konnte, und es sind nicht viele dazugekommen bis heute, begann ich, Lieder zu suchen, die ich spielen und gleichzeitig singen konnte…REM „The one I love“ war dann auch der erste Song, den ich „aufzeichnete“ und meiner Frau per Sprachnachricht zukommen ließ. Hiervon motiviert suchte und lernte ich weiter, stellte aber fest, dass ich nach 12 Jahren Basketballspielens und diversen Fingerbrüchen an meine Grenzen kam, was den Einsatz eines 4. Fingers betraf.

So also entstand die Idee, dass ich mich aufs Singen konzentrieren könnte. Da dies aber alleine nun wirklich blöd ist und man als reiner Vokalist höchstens mal in der Kirche zur Hochzeit singen kann, dachte ich, suche ich mir mal eine Band. Mein Musikgeschmack ist relativ breit aufgestellt, sodass ich einfach eine Anzeige aufgab „Sänger sucht Band“.

Über eine Internetseite fand ich dann einen Schlagzeuger, der eine Band aufbauen wollte und schlug ein Treffen aller Interessierten bei seinem Gitarristen vor. So schleppte ich meinen gitarrespielenden Arbeitskollegen mit zu „Wowa´s Musikschule“ in Paderborn. Da saßen wir nun zu fünft und überlegten, welche musikalische Richtung wir uns geben könnten. Ich schlug vor, Songs in eine Cloud zu laden, die jeder üben und dann bei einem weiteren Termin in der Band spielen sollte.

Nach dem Treffen verabschiedete sich mein Kollege als erster von dem Vorhaben, er wollte andere musikalische Wege beschreiten. Im Laufe der folgenden Tage gab es dann einige Tumulte, weil die Songs doof seien und überhaupt alles in Frage gestellt wurde. Letztlich rief mich Wowa an und schlug vor, dass nur wir uns treffen sollten, um mal ein paar Sachen zu checken, er wolle meine Stimme hören und so weiter. Also trafen wir uns bei ihm im Studio und spielten die ersten Gisbert zu Knyphausen Songs. Und damit war die Idee geboren, eine Band zu gründen, die musikalische Poesie anderer Künstler präsentieren sollte.

In den folgenden Wochen erarbeiteten wir uns Songs, testeten auch mal mit einem weiteren Gitarristen, stellten dann aber fest, dass es mit zwei Personen am einfachsten zu planen sei, wann und wie man proben möchte. Und somit kam auch die Idee auf, die Geige mit in die Songs einzuarbeiten, um ein breiteres Spektrum an Songs abzudecken. Und so holte ich das gute Stück zum dritten Mal in meinem Leben aus der Ecke.

Wie es weiterging, berichte ich Euch dann im nächsten Teil, being a band Part 3!

Bleibt gespannt!

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Michael Poschmann

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