Gavra Racing-BMW 2002 Lauf 4 Regentropfen oder doch Tränen?

BMW Motorhaube

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Endlich, nach einer schier endlosen Woche ohne Liga-Rennen war es am 7.10 endlich wieder soweit, den 4-Zylinder brüllen zu lassen. Die Zeit hatte ich nach meinem bitteren Aus in Silverstone nicht ungenützt verstreichen lassen. Neuer Router, schnelleres Internet. Dennoch bin ich nicht ganz überzeugt, dass der Disconnect auch wirklich an mir lag. Gefahren bin ich in der Zeit auch genug. Geschätzt 40 Lobbys, immer so voll wie möglich und mit Fahrern aus allen Ländern dieser Welt bin ich beigetreten und gefahren. Kein einziger Disconnect. Gute Voraussetzungen fürs Rennen.

Montag, der 7.10. Raceday. Die Vorbereitungen, auch mit Yves, haben gezeigt dass wir unbeschreiblich schnell sind. Wieder mal. Trotzdem hatte ich ein absolut flaues Gefühl im Magen. Was, wenn ich wieder raus fliege? Kurz nach 20 Uhr setzte ich mich an die Playstation um mich wie immer etwas einzufahren. Yves kam dazu, wir drehten unsere Runden. Die Pace war da. Doch je näher der Uhrzeiger Richtung 21:30 ging, umso nervöser wurde ich. Kurz nach 9 kamen die ersten Einladungen, die ich gekonnt ignorierte. Ich wollte so spät wie möglich in die Lobby. Dann war ich drin und alles schien stabil zu sein. Nur den Host erwischte es, Crazah1990 flog aus seiner eigenen Lobby. Darauf erstellte er eine neue und wir gingen gleich darauf ins Training. Es dauerte vier Minuten, da war es wieder: Du wurdest aus der Session ausgeschlossen.

Schnappatmung und Fassungslosigkeit. Aufgeben war nicht drin, also trat ich nochmal bei. Ehrlicherweise, ohne Hoffnung. Ich lies das Training dann aus. Im Quali musste ich aber fahren, denn von ganz hinten starten war natürlich keine Option. Ich habe nur ein Outing geplant, genug Sprit für die 10 Minuten hatte ich allemal. Also fuhr ich einfach drauf los und fand mich nach ein paar Minuten ganz vorne in der Zeittabelle. Ich wusste, ich kann noch schneller, nur gelang mir keine ideale Runde. Der letzte Versuch setzte mich auch direkt unter Druck, da mir mein lieber Teamkollege (herzlichsten Gruß an der Stelle!) meine Pole streitig machen wollte. Nach zwei eher schlechten Sektoren begrub ich meine Hoffnung auf den ersten Startplatz beinahe, doch ein phänomenaler dritter Sektor parkte mich dann um hauchdünne 9 Hunderstel vor Yves. Na, zumindest die Pole. Und da war wieder dieses unangenehme Gefühl im Bauch. Dieses mal muss es passen. Es wurde wieder Regen erwartet im Rennen, allerdings erst zu Rennmitte. Und so wusste keiner so Recht, wann denn der optimale Zeitpunkt für den Reifenwechsel ist.

Die Startampel erlischt, ich erwische den nächsten Raketenstart und kann mich wieder nach zwei Kurven um eine Sekunde absetzen. Leider verschwand meine Pace aber wieder wie in den letzten Rennen nach wenigen Runden und so konnte das Dreiergespann rund um Yves, Solosolita und Octane immer mehr aufschließen. Yves tat mir einen großen Gefallen und hielt die beiden so gut es ging hinter mir. Nach knapp 7 Minuten kam Solo dann aber an Yves vorbei und setzte mich ordentlich unter Druck. Mit Erfolg, er setze sich neben mich und zwang mich von der Ideallinie. Dadurch konnte ich Kurve drei nicht wie gewohnt fahren und drehte mich am Curb weg, weil ich schlichtweg zu schnell war. Ich konnte das Auto zwar gut abfangen, ein kleiner Schaden entstand trotzdem. Schlimmer war noch, dass ich fortan nur mehr auf P4 unterwegs war. Aufgrund des Schadens wurde ich auch noch langsamer und konnte nicht mehr ran fahren. Ich ermahnte mich selbst, Ruhe zu bewahren. Der Regen kommt mit Sicherheit, und bei Regen bin ich schnell. Und tatsächlich fing es bald an zu tröpfeln, doch wir fuhren Runde um Runde mit den Slicks, da die Zeiten nicht schlechter wurden. Wenig später drehte sich Solosolita in Kurve 1 weg und Octane und ich schlüpften durch. So, wieder auf Podiumskurs. Aber ich konnte weiter die Zeiten von vorne nicht gehen und von hinten drückten Solo und Guregure im Wechsel. Dann entschied ich mich genau zu Rennmitte zu einem radikalen Schritt. Ich dachte mir, wenn dann hilft mir nur der Undercut. Ich fuhr an die Box und hoffte, die anderen würden zu lange draußen bleiben und zuviel Zeit verlieren. Durch meinen Schaden dauerte der Stopp noch länger als geplant und ich kam an siebter Stelle wieder raus. Solo roch den Braten und fuhr die Runde drauf rein und holte sich Regenreifen. Seine Strategie ging auf, er kam vor mir auf die Strecke zurück. Mist, dachte ich. GureGure kam dann schon hinter mir raus, aber Boxenstoppbereinigt war ich nur auf Platz 4 und musste mich mühsam an den Gegnern vorbei kämpfen. Doch je nasser die Strecke wurde, desto schneller wurde ich im Gegensatz zu den Gegnern. Ich trieb Solo vor mir her und nachdem Yves und Octane an der Box waren hatten wir wieder einen Vierkampf. 10 Minuten vor Schluss kam meine Zeit. Ich fuhr erst außen an Solo vorbei um direkt in der nächsten Kurve an Octane vorbei zu gehen. Die Manöver gelangen aber auch nur, weil die Jungs so fair fahren. Ich weiß nicht, ob ich mich das in einer öffentlichen Lobby getraut hätte. Dann war nur mehr Yves vor mir und ich war deutlich schneller. Die Runde drauf hat er sehr fair Platz gemacht und mich vorbei gelassen. Wenige Runden drauf war ich schon 5 Sekunden enteilt. Der Stress, den die Überholmanöver auslösten war weg und ich konnte befreit fahren. Oder auch nicht. Plötzlich rückte die Uhr links oben im Bildschirm immer mehr in meinem Fokus. Bedrohlich näherte sie sich der 3-Minuten-Marke, die vor zwei Wochen mein unfreiwilliges Rennende bedeuteten. Ich schaute mehr auf die Uhr. als auf die Straße. Dann noch eine Minute, ich wusste, die letzte Runde hat begonnen. Schaffe ich es ins Ziel oder werden die Regentropfen von Wuttränen abgelöst? Nur mehr halb bei der Sache kollidierte ich in der letzten Runde noch mit einem zu Überrundenden. Halb so wild, nicht mal das konnte meinen Sieg gefährden. Als ich über die Linie fuhr, fiel mir ein ganzer Motorblock vom Herzen. Pure Genugtuung. Nebenbei war es auch der Dritte Doppelsieg im Vierten Rennen, da Yves es geschafft hat, die zwei Verfolger hinten zu halten. Bei den Problemen die er im Regen hat, auch absolut beachtlich!

So hab ich meinen zweiten Platz im Ranking wieder zurück erhalten und die Führung in der Teamwertung haben wir obendrein ordentlich ausgebaut! So kann es weiter gehen. Wird es auch, wenn die Servergötter gnädig mit mir sind. Zuviele Ausfälle dürfen wir uns auch nicht erlauben, da die Gegner von Woche zu Woche stärker werden! am 14.10 gehts dann erstmals nach Amerika nach Laguna Seca, die viel mehr tückische Stellen hat als nur die Corkscrew.

Endstand Rennen 4

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